Rund viereinhalb Jahre ist der tödliche Unfall mittlerweile her: Im Oktober 2021 starb Kamerafrau Halyna Hutchins am Set des Westerns »Rust« durch einen Schuss aus einer Requisitenwaffe – bedient von Alec Baldwin, heute 68. In einem Podcast des US-Magazins »The Hollywood Reporter « hat der Filmstar nun darüber gesprochen, wie schlecht es ihm in den Monaten und Jahren nach dem Unfall ging.
Baldwins Worten zufolge stand sogar die Fortsetzung seiner Karriere auf der Kippe: »Ich will in Rente gehen und zu Hause bei meinen Kindern bleiben«, fasste er in einem kurzen Satz seine Stimmung in der Zeit nach dem Unfall zusammen. Ohnehin habe er kaum Rollen angenommen. »Ich war dreieinhalb Jahre zu Hause mit meinen Kindern. Ich habe kaum gearbeitet.« Die ganze Situation infolge des Todes der Kamerafrau sei für ihn »unbeschreiblich schwer zu bewältigen« gewesen, sagte Baldwin weiter. Irgendwann habe er sein Haus nicht mehr verlassen wollen, er habe sich einfach daran gewöhnt, zu Hause zu sitzen.
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Wie lange diese Zeit genau dauerte, erklärte Baldwin nicht. Man kann seinen Worten aber entnehmen, dass sich die Dinge nur langsam änderten. Inzwischen arbeite er wieder mehr, erklärte Baldwin. Und mit Blick auf die Zukunft fügte er an: »Ich werde losziehen und eine Menge Dinge machen.«
Der Rechtsstreit infolge des Unfalls zog sich insgesamt drei Jahre hin. Erst im Sommer 2024 ließ eine Richterin eine Anklage gegen Alec Baldwin wegen fahrlässiger Tötung fallen, weil die Anklage der Verteidigung Beweismittel vorenthalten habe. Ihre Berufung zog die Staatsanwaltschaft im Dezember desselben Jahres zurück.