US-Skistar Lindsey Vonn, 41, hat sich kurz vor ihrem wohl letzten sportlichen Olympia-Auftritt mit kämpferischen Worten gemeldet. Sie will trotz ihres nach eigenen Angaben vor wenigen Tagen erlittenen Kreuzbandrisses bei der olympischen Frauen-Abfahrt am Sonntag (11.30 Uhr/ZDF und Eurosport) in Cortina d’Ampezzo die Goldmedaille holen.
»Ich werde morgen am Start stehen und wissen, dass ich stark bin«, schrieb sie nun in einem Instagram-Post . »Ich weiß, dass ich an mich glaube. Ich weiß, dass die Chancen aufgrund meines Alters, meines fehlenden Kreuzbandes und meines Titan-Knies gegen mich stehen – aber ich weiß auch, dass ich trotzdem daran glaube«, schrieb sie. »Normalerweise hole ich gerade dann, wenn die Chancen am schlechtesten für mich stehen, das Beste aus mir heraus.«
In Medienberichten wurde zuletzt spekuliert, Vonn könne noch am kommenden Dienstag gemeinsam mit ihrer US-Kollegin Mikaela Shiffrin in der Team-Kombination an den Start gehen. Vonn schrieb in ihrem Onlinebeitrag aber: »Morgen werde ich mein letztes olympisches Abfahrtsrennen bestreiten.«
Obwohl sie für Sonntag kein gutes Ergebnis garantieren könne, versicherte sie, dass sie »alles geben werde, was ich habe«. Und: »Egal, was passiert, ich habe bereits gewonnen.«
Vonn will ihre Karriere mit einer weiteren Medaille bei den Winterspielen veredeln. Nach den Trainingseindrücken in Cortina d’Ampezzo gehört die viermalige Gesamtweltcupsiegerin trotz ihrer Verletzung zu den Favoritinnen. Vonn startet mit der Nummer 13, die deutschen Medaillenkandidatinnen Emma Aicher (Startnummer 10) und Kira Weidle-Winkelmann (12) gehen kurz vor ihr ins Rennen.
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Shiffrin erklärte, sie sei »so aufgeregt«, Vonn bei dem Rennen am Sonntag zu sehen. »Ich glaube zu 100 Prozent daran, dass alles möglich ist.« Vonn habe schon so viele »unglaubliche Dinge« geschafft. Sie drücke allen Teamkolleginnen die Daumen, so Shiffrin.
Die 30-Jährige wird anders als Vonn nicht in der Abfahrt starten. Sie werde in Cortina d’Ampezzo nur in den technischen Disziplinen antreten, erklärte Shiffrin. Vor allem im Slalom, in dem sie die Weltcup-Gesamtwertung in diesem Winter bereits vorzeitig gewonnen hat, ist die beste Skirennfahrerin der Gegenwart favorisiert. Dazu startet sie im Riesenslalom und in der Team-Kombination.
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