Der VfB Stuttgart hat sich dank Stürmer Ermedin Demirović im Kampf um die Champions-League-Plätze zurückgemeldet. Eine Woche nach der überraschenden Niederlage beim FC St. Pauli (1:2) betrieb die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß beim 3:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln Wiedergutmachung und rückte in der Tabelle der Fußball-Bundesliga vorerst auf den vierten Platz vor. RB Leipzig kann jedoch am Sonntag gegen Wolfsburg noch nachziehen.
Demirović (15. und 84. Minute) mit einem Doppelpack und Deniz Undav (90.+2) sorgten für den fünften Sieg des VfB im siebten Liga-Spiel seit dem Jahreswechsel – und für eine gelungene Generalprobe. Am Donnerstag (21 Uhr) sind die Schwaben im Hinspiel der Playoffs der Europa League bei Celtic Glasgow gefordert.
Ragnar Ache (79.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste, die weiter vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang haben.
Weiterfahrt untersagt
Vor dem Spiel gab es reichlich Aufregung: Die Kölner mussten auf die Unterstützung von rund 700 Fans verzichten. Den FC-Anhängern ist auf einer Raststätte an der A3 bei Siegburg die Weiterfahrt nach Stuttgart »zur Verhinderung von Straftaten« von der Polizei untersagt worden, wie es in einer Pressemitteilung des zuständigen Polizeipräsidiums Mönchengladbach hieß. Der Vorfall habe sich gegen 10.30 Uhr ereignet.
Demnach hatten mehrere Zeugen der Polizei berichtet, dass sich zahlreiche Personen aus der Kölner Fanszene auf dem Rastplatz sammeln und teilweise vermummen würden. Die hinzugezogene Bereitschaftspolizei schickte die Fans daraufhin wieder zurück nach Köln. So die Darstellung der Polizei.
»Leider wird unsere aktive Fanszene heute nicht im Stadion sein. Die Polizei hat die Busse auf der Fahrt am Rasthof Siegburg gestoppt und die Weiterfahrt untersagt«, teilte der 1. FC Köln mit. Trainer Lukas Kwasniok sagte dazu beim TV-Sender Sky: »Es wird ein bisschen leiser. Die genauen Hintergründe kenne ich nicht. Wir müssen das akzeptieren.«
Statt nach Stuttgart fuhren die rund 700 FC-Fans zum Regionalliga-Heimspiel der Kölner U21 gegen die Sportfreunde Lotte (1:1).
Köln-Stürmer Ragnar Ache (l.)
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