Gil Ofarim, 43, hat sich nach heftiger Kritik an seiner Teilnahme am RTL-Dschungelcamp zu Wort gemeldet: »Ich kann nicht in die Vergangenheit gehen und Dinge ungeschehen machen. Was ich nur machen kann, ist aufstehen und von vorn anfangen«, sagte der Sänger. Der Sender zeigt ab dem 23. Januar die neue Staffel von »Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!«.
Hintergrund der Kritik ist ein Vorfall aus dem Jahr 2021: Damals hatte Ofarim in einem Video Antisemitismusvorwürfe gegen den Mitarbeiter eines Leipziger Hotels erhoben. Dieser habe ihn aufgefordert, seine Kette mit Davidstern abzunehmen, damit er einchecken könne, behauptete Ofarim.
Später legte er vor dem Landgericht Leipzig ein Geständnis ab und räumte ein, die Antisemitismusvorwürfe gegen den Hotelmitarbeiter erfunden zu haben. Das Gerichtsverfahren wurde im November 2023 eingestellt. Der Musiker musste als Auflage einen Geldbetrag von 10.000 Euro zahlen. (Lesen Sie hier mehr dazu.)
Infolge des Prozesses hatte sich Ofarim weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. »Die Jahre, die ich von der Bildfläche weg war, haben vieles geändert in meinem Leben«, sagte er RTL. »Ich hab mich auch weiterentwickelt.«
Kritik in den sozialen Netzwerken
In den sozialen Netzwerken forderten etliche User zuletzt den Ausschluss Ofarims aus dem Dschungelcamp. Einige kündigten sogar einen Boykott der Sendung an. RTL verteidigte die Entscheidung in einer Kommentarspalte: »Gil Ofarim hat sich für seine falschen Anschuldigungen juristisch verantwortet. Sein Weg umfasst mehr als die damaligen Ereignisse.«
Ofarim, Sohn des Sechzigerjahre-Stars Abi Ofarim, hatte seinen Durchbruch in den späten Neunzigerjahren mit einer Foto-Love-Story in der Jugendzeitschrift »Bravo«. Damals wurde er mit englischen Popsongs zum Teenie-Star und legte den Grundstein für seine spätere TV-Karriere (»Let’s Dance«, »The Masked Singer«).