RTL baut Hunderte Stellen ab und streicht bekannte Sendungen

RTL Deutschland streicht rund 230 Arbeitsstellen im Nachrichtenbereich. Damit vollzieht der Sender den geplanten Jobabbau – am Ende sollen im Konzern rund 600 Stellen gestrichen werden. Ziel der Neuaufstellung sei es, journalistische Kräfte durch eine stärkere Digitalisierung und den Einsatz von KI effektiver ⁠zu nutzen.

N-tv sowie »Stern«, »GEO« und »Capital« seien von dem Jobabbau nicht direkt betroffen, teilte der Fernsehkonzern mit. Auch sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Allerdings: Im Zuge der Umstrukturierung werden einige bekannte Formate eingestellt – darunter die Magazine »Gala« bei ​RTL und »Prominent« bei VOX.

Zudem starten ‌RTL und ⁠der Nachrichtensender N-tv ab dem Frühjahr ein gemeinsames Morgenprogramm, in dem die bisherigen Sendungen »Punkt 6«, »Punkt 7« und »Punkt 8« aufgehen. Geplant sind außerdem zentrale, plattformübergreifende Newsrooms in Köln und ⁠Berlin.

Die Transformation sei notwendig, sorge jedoch für einschneidende Entscheidungen, sagte RTL-Managerin Inga Leschek. »Dass Menschen, die mit großem Engagement ‌zum Erfolg von RTL ‍News beigetragen haben, ihren Arbeitsplatz verlieren, bedauern wir zutiefst.« (Lesen Sie hier  ein Interview mit der Managerin.)

RTL hatte Anfang ‍Dezember angekündigt, rund 600 Jobs in Deutschland abzubauen, und zieht damit Konsequenzen aus dem schwachen ‍Werbegeschäft. Die Bertelsmann-Tochter will sich verstärkt auf Streaming ⁠fokussieren.

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