Nur Marvels »Avengers« halten mit ihrem »Endgame« weiter eisern die Stellung auf Platz zwei der weltweit umsatzstärksten Filme aller Zeiten. Umzingelt sind sie von Filmen, die US-Regisseur James Cameron gedreht hat: Auf Rang eins sein erster »Avatar« von 2009, auf Rang drei der 2022 veröffentlichte zweite Teil der 3D-animierten Fantasy-Saga, »The Way of Water«, und auf Rang vier »Titanic«, Camerons Schiffbruchs-Schnulze von 1997, die zum Mega-Blockbuster wurde.
Alle vier Filme (auf Platz fünf folgt das chinesische Animations-Abenteuer »Ne Zha 2«) haben teilweise weit über zwei Milliarden Dollar eingespielt. Aber auch seine jüngste Regiearbeit, der dritte »Avatar«-Film »Fire and Ash« hat Cameron jetzt bereits nach 18 Tagen im Kino zum Umsatzmilliardär gemacht. Lesen Sie hier eine Besprechung des Films und hier ein Interview mit Darstellerin Sigourney Weaver .
Das mehr als drei Stunden lange 3D-Spektakel übersprang am Wochenende die Milliardenmarke. Die Ticketverkäufe umfassen laut Branchenmagazin »Variety« 306 Millionen Dollar in den USA und 777,1 Millionen Dollar im Ausland, was einer Gesamtsumme von 1,083 Milliarden Dollar entspricht.
Der dritte »Avatar« hat die Milliardengrenze zwar schnell, aber tatsächlich etwas langsamer als sein Vorgänger überschritten. »The Way of Water«, auf den die Fans der Reihe deutlich länger warten mussten als nun auf »Fire and Ash«, knackte die Milliardenmarke 2022 nach nur 14 Tagen. Dem Original-»Avatar« gelang das Box-Office-Kunststück 2009 binnen 17 Tagen.
Für Disney, das Studio hinter den »Avatar«, aber auch hinter den »Avengers«-Filmen von Marvel, ist es der dritte Milliardenerfolg in diesem Jahr nach dem Realfilm-Remake des Trickfilmklassikers »Lilo & Stitch« und dem Animationsfilm »Zoomania 2«. Ob »Fire and Ash« in absehbarer Zeit auch die Zwei-Milliarden-Marke überspringt, bleibt im Zeitalter von schwer zu errechnenden Streamingerlösen abzuwarten, ist aber wahrscheinlich.
Davon wird unter anderem abhängen, ob Cameron an seinem Plan festhalten kann, zwei weitere »Avatar«-Filme zu drehen. Ob es am Ende fünf Filme in der technisch bahnbrechenden und sehr kostspielig zu produzierenden Reihe werden, hatte der 71-Jährige an den Kassenerfolg von »Fire and Ash« geknüpft. »Zunächst einmal müssen wir mit diesem Film Geld verdienen«, hatte Cameron vor dem Startwochenende zu »Variety« gesagt. »Jedes Mal, wenn wir einen Film herausbringen, müssen wir diesen verrückten Business-Case erneut beweisen.« Das Investment dürfte sich für Disney spätestens seit diesem Wochenende mal wieder ausgezahlt haben.
Kino-Spektakel »Avatar: Fire and Ash«: Umsatzmilliarde nach 18 Tagen
Foto: 20th Century Studios / AP