Die britische Prinzessin Eugenie, 35, ist nicht länger Schirmherrin der Hilfsorganisation »Anti-Slavery International«. Das berichten die britischen Zeitungen »The Observer« und »The Guardian« übereinstimmend.
Eugenies Profil wurde demnach von der Website der Hilfsorganisation entfernt. Zuvor war sie dort als eine der führenden Persönlichkeiten aufgelistet worden, die sich gegen moderne Sklaverei einsetzen.
Die Entscheidung folgt auf die Veröffentlichung von Millionen Akten über den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, die auch Eugenies Vater, Andrew Mountbatten-Windsor, schwer belasten. Mountbatten-Windsor wurden im Zuge der Missbrauchsvorwürfe gegen ihn bereits sein Prinzentitel und alle royalen Privilegien entzogen. Mitte Februar wurde der 66-Jährige zudem wegen möglichen Fehlverhaltens in einem öffentlichen Amt kurzzeitig festgenommen . Mountbatten-Windsor bestreitet die Vorwürfe. Auch Eugenies Mutter Sarah Ferguson soll noch nach dessen Verurteilung mit Epstein Kontakt gehabt haben.
Stellungnahme ohne Bezug zur Causa Epstein
Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorwürfen und der personellen Veränderung bei »Anti-Slavery International« gibt, ist unklar. Die Organisation stellt in einem Statement keinen direkten Bezug her. In der Stellungnahme, aus der »The Observer« zitiert, heißt es lediglich: »Nach sieben Jahren endet unsere Schirmherrschaft durch Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Eugenie von York. Wir danken der Prinzessin herzlich für ihre Unterstützung von Anti-Slavery International und hoffen, dass sie sich weiterhin für die Abschaffung der Sklaverei einsetzt.«
Prinzessin Eugenie engagiert sich seit Jahren gegen moderne Sklaverei und Menschenhandel. 2017 gründete sie gemeinsam mit einer Freundin die Wohltätigkeitsorganisation »Anti-Slavery Collective«, organisierte Veranstaltungen und sprach immer wieder bei Podiumsdiskussionen über ihre Arbeit. Dabei wurde sie auch von ihrer Familie sowie von ihrem Ehemann Jack Brooksbank unterstützt. Im Oktober 2019 gab »Anti-Slavery International« dann bekannt, die Prinzessin zur offiziellen Schirmherrin zu machen.
Eugenie, die auch als Direktorin für die Kunstgalerie Hauser & Wirth arbeitet und zwei Söhne hat, hat sich zu dem Ende ihrer Schirmherrschaft bislang nicht geäußert. Auch zu den Vorwürfen gegen ihre Eltern schweigt sie.