Eric Marlon Bishop heißt heute Jamie Foxx, Natalie Hershlag ist als Natalie Portman berühmt geworden und Joaquin Bottom nennt sich lieber Joaquin Phoenix: Zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspieler haben sich neue Namen zugelegt. Die Gründe sind unterschiedlich, mal geht es um Privatsphäre, mal um bessere Chancen auf dem Jobmarkt. Sepideh Moafi, 40, aber hat darauf keine Lust.
Die Tochter iranischer Eltern wurde 1985 in einem Flüchtlingslager in Regensburg geboren, dann ging ihre Familie mit ihr in die USA. Sie spielte Theater, sang auf Bühnen und studierte später Schauspiel. Bekannt ist sie heute unter ihrem echten Namen, vor allem durch ihre Rolle als Ärztin Baran Al-Hashimi in der zweiten Staffel der gehypten Serie »The Pitt«. Ihr erster Agent allerdings hatte sich das offenbar anders vorgestellt, so hat Moafi es nun dem »People«-Magazin erzählt.
»Nach meinem Hochschulabschluss wollte mein erster Agent, dass ich meinen Namen ändere«, sagte Moafi: »Und ich habe sofort gesagt: auf keinen Fall!« Sie habe einen schlechten Eindruck gehabt: »Ich hatte das Gefühl, dass sie von mir verlangten, jemand anderes zu sein, damit ich arbeiten oder etwas verkaufen konnte. Ich weigerte mich. Ich machte weiter und bekam schließlich meinen ersten Job, dann meinen zweiten und dritten, und so konnte ich eine wunderschöne und abwechslungsreiche Karriere aufbauen.«
Namensänderungen seien eine komplizierte und persönliche Entscheidung, meinte Moafi. Sie verurteile Kollegen nicht, die sich dafür entschieden hätten. Sie kenne aber auch »viele Schauspieler, insbesondere People of Color, von denen erwartet wurde, ihren Namen zu ändern, die es aber nicht getan haben.« Sie hoffe, dass jeder die Entscheidung über eine Namensänderung für sich persönlich treffen könne, »und nicht, weil er glaubt, sich verändern zu müssen, um allgemein akzeptiert zu werden.«