Der Satz klingt selbstverständlich: Eine Gesellschaft lebt von den Verbindungen zwischen den Menschen. Aber das ist nicht selbstverständlich. Denn ob wir einander die Hand reichen, ob wir Brücken bauen zwischen unterschiedlichen oder sogar gegensätzlichen Lebensrealitäten – das bestimmt darüber, wie stark unsere Gesellschaft ist. Wie gut sie Krisen bewältigt oder ob sie zerfällt.
Deshalb sollte man davon ausgehen können, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt Priorität hat. Besonders in der heutigen Zeit, da ökonomische Unsicherheiten und politische Spannungen wachsen. Die Harvard-Ökonomin Gita Gopinath warnt jedoch: »Wir bewegen uns immer rascher weg von der Mitte und hin zu den Rändern.« Und tatsächlich beobachten wir genau das: Autofahrer gegen Radfahrer, Alte gegen Junge, Stadt gegen Land.
Echte Verbindungen zu schaffen, ist eine Aufgabe für uns alle
Umso dringender ist es, Brücken zu bauen, echte Verbindungen zu schaffen – auch und gerade zu Menschen mit anderen Haltungen, anderen Biografien, anderen Lebenswelten. Das gelingt nicht von selbst, sondern ist eine Aufgabe für uns alle.
»Wir schaffen Verbindungen« ist daher das Motto des diesjährigen Social Design Award, den SPIEGEL WISSEN in Kooperation mit dem Handelsunternehmen BAUHAUS ausschreibt. Bis zum 31. August 2026 können Projekte eingereicht werden, die den Zusammenhalt stärken. Zu gewinnen sind ein Jury- und ein Publikumspreis, die mit je 2500 Euro dotiert sind. Zu den Einreichungsunterlagen geht es hier .
Im vergangenen Jahr hatte der Wettbewerb das Motto »Unsere Kinder, unsere Zukunft«. Den Jurypreis gewonnen hat der Sportclub Tegernsee, der ehrenamtliche Badeaufsichten ausgebildet hat, damit das Freibad weiter betrieben werden kann. Den Publikumspreis gewann »Kjells Wunderland«, in dem Familien mit schwerstkranken Kindern ein paar Tage kostenlos Urlaub machen können. Und den Sonderpreis von BAUHAUS erhielt die Werkstatt des Kinderhospizes »Pusteblume«.