Sollten Syrien-Rückkehrer höhere Prämien bekommen?

Auch knapp eineinhalb Jahre nach dem Regimesturz läuft die freiwillige, mit Prämien geförderte Rückkehr von Syrerinnen und Syrern in ihre Heimat nur schleppend. Mit Stand vom 27. März weiß das Bundesinnenministerium von gerade einmal 9867 Syrern, die seit 2024 freiwillig gegangen sind. Zwar unterstützt die Regierung solche Ausreisen inzwischen wieder mit Geld. Derzeit sind allerdings beim zuständigen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) gerade einmal 844 Anträge für 1517 Personen in Arbeit, die auf Hilfe aus dem einschlägigen Bund-Länder-Fördertopf zielen.

Der Präsident des Bamf, Hans-Eckhard Sommer, hatte kürzlich im SPIEGEL  höhere Prämien für freiwillige Rückkehrer angeregt. Die bisherigen Prämien – in der Regel 1000 Euro pro Erwachsenen – seien nicht attraktiv genug.

Sind Pauschalen sinnvoller?

Zudem gilt es im Bamf als offenes Geheimnis, dass die komplizierte Berechnung der Rückkehrprämien nach den Umständen des Einzelfalls zu viel Aufwand verursacht. Pauschalen würden die Abwicklung deutlich erleichtern. Das Innenministerium teilte dazu auf Anfrage mit, man habe beides im Blick und bewerte das »kontinuierlich«.

Derzeit leben laut einem Ministeriumssprecher rund 500.000 Syrerinnen und Syrer mit einem befristeten Schutztitel in Deutschland. Kürzlich hatte es nach einem Treffen von Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem neuen syrischen Machthaber Ahmed al-Sharaa Verwirrung um eine angebliche Aussage aus dem Gespräch gegeben, dass 80 Prozent der Syrer aus Deutschland in ihre Heimat zurückkehren sollten.

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