Verschwundene Meisterschale der Füchse Berlin wieder aufgetaucht – im Keller des Clubs

Überraschende Wende im Kriminalfall um den Handballbundesligisten: Die verschwundene Meisterschale des deutschen Meisters Füchse Berlin ist wieder aufgetaucht, im Keller der eigenen Geschäftsstelle. Mitarbeiter hätten die Trophäe bei einer Inventur hinter Kartons entdeckt, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning der Nachrichtenagentur dpa.

Demnach wurde die Trophäe bereits im Februar gefunden. Laut einem Statement  der Füchse sei die Meisterschale in den Kellerräumen geschickt versteckt worden, um sie zu einem späteren Zeitpunkt von dort zu entwenden. Im Anschluss sei den Tätern das Risiko, entlarvt zu werden, wohl zu groß gewesen, mutmaßt der Verein. Weil die Polizei später noch einmal Beweise sichern musste, hätten sich die Füchse zunächst bedeckt gehalten.

Der Berliner Club um den dreimaligen Welthandballer Mathias Gidsel war im Sommer 2025 erstmals Meister geworden. Im November war die Trophäe dann aus den Räumen der Geschäftsstelle am Gendarmenmarkt verschwunden, der Club meldete einen Diebstahl. Die Täter hätten nach Angaben Hannings einen Generalschlüssel und einen Transponder für den Einbruch genutzt.

Rund zwei Monate später fasste die Polizei zwei Verdächtige in Berlin und Brandenburg. Die Meisterschale wurde bei Durchsuchungen zunächst nicht gefunden. Stattdessen stellten Ermittler unter anderem einen Sterlingsilberbarren und einen Schmelzofen sicher – es habe der Verdacht bestanden, die Trophäe könne eingeschmolzen worden sein, sagte damals ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Liga-Chef Frank Bohmann hatte den Füchsen Berlin bereits eine neue Trophäe in Aussicht gestellt. »Die ist nun nicht mehr nötig. Der Auftrag wurde storniert«, sagte Hanning.

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