Trump verklagt US-Steuerbehörde auf zehn Milliarden Dollar Schadensersatz

US-Präsident Donald Trump verklagt die US-Steuerbehörde IRS wegen der unerlaubten Weitergabe seiner Steuererklärungen an die Presse auf zehn Milliarden Dollar Schadensersatz. Die IRS und das US-Finanzministerium hätten die »vertraulichen Steuererklärungen der Kläger« nicht ausreichend geschützt, heißt es in der Klageschrift, die Trump am Donnerstag als Privatperson zusammen mit seinen beiden Söhnen Eric und Donald Jr. sowie dem Trump-Familienunternehmen bei einem Gericht in Miami einreichte.

Trump hatte seine Steuerunterlagen im Gegensatz zu seinen Vorgängern jahrelang unter Verschluss gehalten, diese wurden jedoch während der ersten Amtszeit des Präsidenten von einem ehemaligen IRS-Mitarbeiter an die Presse weitergegeben.

»Die Beklagten haben den Klägern Ruf- und finanziellen Schaden zugefügt, sie öffentlich bloßgestellt, ihren geschäftlichen Ruf unfairerweise beschädigt, sie in einem falschen Licht dargestellt und das Ansehen von Präsident Trump und den anderen Klägern in der Öffentlichkeit negativ beeinflusst«, heißt es in der Klageschrift weiter.

Der ehemalige IRS-Mitarbeiter Charles Littlejohn hatte sich 2023 schuldig bekannt, Trumps Steuererklärungen weitergegeben zu haben. Er verbüßt derzeit eine fünfjährige Haftstrafe.

Die »New York Times« hatte im September 2020 inmitten des Präsidentschaftswahlkampfs unter Berufung auf die jahrelang geheim gehaltenen Steuerunterlagen des Immobilienmilliardärs Trump berichtet, dieser habe im Wahljahr 2016 und in seinem ersten Amtsjahr 2017 nur jeweils 750 Dollar an die Bundessteuerbehörde IRS gezahlt. In 10 der vorangegangenen 15 Jahre hatte der Präsident demnach gar keine Bundeseinkommensteuer gezahlt.

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