Nach dem Ende einer Übergangsphase ist seit Mittwoch die Einreise nach Großbritannien nicht mehr ohne eine digitale Einreiseerlaubnis (ETA) möglich. Ab sofort gilt: Wer die Genehmigung nicht vorab online für 16 Pfund (etwa 19 Euro) erworben hat, dem werden Fluggesellschaften und Fährgesellschaften den Einstieg verweigern.
Bürgerinnen und Bürger jeden Alters aus 85 Ländern, darunter die Mitgliedstaaten der EU, die USA und Kanada, müssen die Erlaubnis vorweisen können, um nach Großbritannien einreisen zu können, erklärte das britische Innenministerium. Die Einreisegenehmigung muss für jedes mitreisende Familienmitglied beantragt werden. Auch Reisende, die in Großbritannien, etwa am Flughafen London-Heathrow, nur umsteigen und den Transitbereich im Flughafen nicht verlassen, benötigen eine ETA. Die Regelung war bereits im April 2025 in Kraft getreten. Bislang konnten Grenzbeamte bei den Kontrollen noch kulant sein.
So beantragen Sie die ETA – aber mit Vorsicht
Beantragt werden kann die ETA am schnellsten über eine entsprechende App des britischen Innenministeriums. Den Link zum Download der App finden Sie hier .
Alternativ können Reisende den Antrag über die Webseite des britischen Innenministeriums stellen.
Vorsicht sollten Antragsteller vor dubiosen Onlineanbietern walten lassen. Bereits im vergangenen Jahr haben die neuen Einreiseregeln für Großbritannien zahlreiche Abzocker auf den Plan gerufen. Mit Fake-Websites locken sie ahnungslose Touristen in die Falle und versprechen ein digitales Visum. Doch diese Angebote sind teilweise absurd teuer – und das Visum kommt möglicherweise gar nicht erst an. Wie Sie der Falle entgehen, lesen Sie hier .
Das ETA-System ist angelehnt an das für die USA verwendete ESTA-System. Mit der Erlaubnis können sich Reisende bis zu sechs Monate in Großbritannien aufhalten. Es bleibt zwei Jahre lang gültig, mit beliebig vielen Einreisen.
Über die große Mehrheit der Anträge wird dem britischen Innenministerium zufolge automatisch binnen Minuten entschieden.
Zunächst hatte Großbritannien ETA 2023 für Katar eingeführt, später wurde es auf fünf andere Staaten aus der Golfregion ausgeweitet. Mit dem System beabsichtigt die britische Regierung nach eigenen Angaben, die Sicherheit an ihren Grenzen zu verstärken.