US-Investor Ackman bietet 56 Milliarden Euro für Universal Music

Der US-Investor Bill Ackman will den weltgrößten Musikkonzern Universal Music Group für rund 55,75 Milliarden Euro übernehmen. UMG, das größte der drei Major-Label neben ​Sony Music und Warner Music, hat unter anderem Künstler wie Taylor Swift, BTS oder ⁠Billie ⁠Eilish unter Vertrag.

Das Management von UMG habe hervorragende Arbeit geleistet ​und eine ‌erstklassige Künstlerriege aufgebaut, sagte Ackman. Dennoch habe sich der Aktienkurs von UMG schlecht entwickelt. Universal Music hatte in der jüngeren Vergangenheit mit Klagen von bekannten Künstlern zu kämpfen. Unter anderem hatten die US-Rocker von Limp Bizkit und der kanadische Rapper Drake das Label auf Millionensummen verklagt.

Ackmans Investmentfirma Pershing Square habe ein entsprechendes unverbindliches Angebot unterbreitet, teilte sie ‌mit. Die Offerte aus Barmitteln und Aktien bewerte Universal Music mit 30,40 Euro je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 78 Prozent auf den letzten Schlusskurs von 17,10 Euro. Wenn der Deal durchgeht, soll Universal Music mit dem Börsenmantel Pershing Square SPARC Holdings verschmolzen werden. Die daraus entstehende »New UMG« ‌soll als Unternehmen im ​US-Bundesstaat Nevada an der New ‌Yorker Börse notiert werden.

Tennisprofi für einen Tag

Ackman zählt zu den reichsten Menschen der Welt. Laut Forbes wird das Vermögen des Investors auf mehr als neun Milliarden Dollar geschätzt. Für Aufsehen hatte er im vergangenen Sommer gesorgt.

Im Alter von 59 Jahren gab Ackman sein Profidebüt im Tennis. An der Seite des früheren Weltklassespielers Jack Sock spielte er im Herrendoppel der Hall of Fame Open, einem von den Weltverbänden ATP und WTA offiziell anerkannten Turnier in Newport, Rhode Island. Es war das erste Profispiel für Ackman – und es endete mit einer klaren Niederlage. Ackman und Sock verloren 1:6, 5:7 gegen Omar Jasika und Bernard Tomic. Die Aktion hatte Spott und Kritik zur Folge. Mehr dazu lesen Sie hier.

Für Universal Music werden 55,75 Milliarden Euro geboten

Foto: Bing Guan / Bloomberg / Getty Images

Verwandte Artikel

Next Post