Der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim hat den ersten Sieg im Kalenderjahr 2026 verpasst und hat dennoch wieder zarte Hoffnung auf den Klassenerhalt. Das Bundesligaschlusslicht rang dem VfB Stuttgart in einem aufregenden Abendspiel ein 3:3 (2:2) ab und hat nach wie vor sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsrang.
Nach dem starken Auftritt in der Europa League bei Celtic Glasgow hatte Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß seine Formation deutlich verändert. So ließ er Stammkräfte wie Kapitän Karadzor, Undav und Leweling zunächst auf der Bank. Dennoch gelang dem VfB ein Traumstart. Schon nach vier Minuten profitierte Chris Führich von einer Unaufmerksamkeit des Heidenheimers Jens Schöppner, lief allein aufs Heidenheimer Tor zu und versenkte zum 1:0.
Das war aber nur der Auftakt zu einer turbulenten ersten Halbzeit. Zunächst schlugen die Heidenheimer zurück und glichen durch Eren Dinkci aus.
Dann kam es zur kuriosesten Szene der Halbzeit: Emir Demirovic traf nach einem schnellen Konter zum vermeintlichen 2:1 des VfB. Zuvor war jedoch Dinkci im Stuttgarter Strafraum zu Fall gebracht worden, Schiedsrichter Sascha Stegemann hatte zunächst weiterspielen lassen, und der VfB nutzte das zum Tor. Nach Ansicht des Videobeweises korrigierte sich Stegemann: Statt 2:1 für Stuttgart gab es Elfmeter für Heidenheim – den Artjom Ibrahimović zur Führung der Gastgeber verwandelte.
Das war immer noch nicht der Schlusspunkt der ersten 45 Minuten. Noch einmal gab es Foulelfmeter – diesmal für den VfB. Maximilian Mittelstädt verwandelte kurz vor dem Pausenpfiff zum 2:2.sdf
Nach dem Wechsel erhöhte der VfB den Druck, brachte mit Deniz Undav und Jamie Leweling zwei Nationalspieler von der Bank und schien sich in der 71. Minute für seine Mühen zu belohnen. Wieder war es Demirovic, der nach einem Freistoß von Angelo Stiller per Kopf traf. Aber erneut hatte der Videobeweis etwas dagegen. Diesmal stellte er eine leichte Abseitsstellung des Stürmers fest.
Das 3:2 erzielte hingegen der Gastgeber in der 81. Minute. Sirlord Conteh schloss einen Konter ab, als er einen Abpraller von VfB-Keeper Alexander Nübel aufnahm und zum umjubelten Führungstreffer abschloss. Aber noch einmal hatte der VfB eine Antwoert: Undav verwandelte einen Stuttgarter Angriff eiskalt zum 3:3. Stuttgarts Jeff Chabot traf in der allerletzten MInute noch den Pfosten.
In der kommenden Woche reist Heidenheim zum Abstiegsduell nach Bremen zum Tabellenvorletzten. Das kann ein vorentscheidendes Spiel um den Klassenerhalt werden.