Erst gewinnt sie Gold, dann erfährt Ailing Eileen Gu vom Tod ihrer Oma

Es sollte einer der schönsten Tage in der Karriere von Freestyle-Superstar Ailing Eileen Gu werden. Doch kurze Zeit nach ihrer Gold-Fahrt bei den Olympischen Winterspielen saß die 22 Jahre alte Chinesin weinend auf der Pressekonferenz und berichtete, dass sie soeben vom Tod ihrer Oma erfahren habe.

»Als ich sie das letzte Mal sah, bevor ich zu den Olympischen Spielen fuhr, war sie sehr krank, daher wusste ich, dass dies eine Möglichkeit war«, sagte Gu. »Ich habe ihr nicht versprochen, dass ich gewinnen würde, aber ich habe ihr versprochen, dass ich mutig sein würde, so wie sie mutig war.«

»Ein wirklich wichtiger Teil meines Lebens«

Ihre Großmutter sei »ein wirklich wichtiger Teil meines Lebens« gewesen, führte Gu aus, »jemand, zu dem ich sehr aufgeschaut habe. Sie war eine Kämpfernatur.« Die 22 Jahre alte Gu hatte sich zuvor im Halfpipe-Finale vor ihrer Landsfrau Fanghui Li und Zoe Atkin aus Großbritannien durchgesetzt und ihren insgesamt dritten Titel bei Olympia geholt. Bei ihren Heimspielen in Peking hatte Gu 2022 zweimal triumphiert.

»Ich bin die erfolgreichste Freeskierin aller Zeiten, Männer und Frauen eingeschlossen. Ich habe die meisten Goldmedaillen aller Zeiten, Männer und Frauen eingeschlossen. Das ist ein Beweis für Wettbewerbsstärke, für mentale Stärke«, hatte Gu unmittelbar nach dem Rennen verkündet. Sie habe der Welt das Beste zeigen können, was das Frauenskifahren derzeit zu bieten habe.

Nach einem Patzer zum Auftakt demonstrierte Gu im zweiten und dritten Durchgang ihre ganze Klasse. Die gebürtige US-Amerikanerin sprang fast vier Meter hoch in die Luft und überzeugte mit sehenswerten Tricks. Nach dem Rennen sank sie in den Schnee, dann fiel Gu ihrer Mutter in die Arme. Gu gehört zu den schillerndsten Athletinnen im Freestyle und hat mehrere Millionen Follower in den sozialen Netzwerken.

Phänomen und Mysterium: Ailing Eileen Gu ist die einkommensstärkste Sportlerin bei Olympia. Warum das so ist, lesen Sie hier.

Gu mit Medaillen, direkt nach Rennende

Foto:

Marko Djurica / REUTERS

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