Die Größte verabschiedet sich: Als Alexandra Popp 2012 als bereits zweimalige Pokalsiegerin aus Duisburg nach Wolfsburg kam, begann der Aufstieg des VfL. Zwei Champions-League-Titel, sieben Meisterschaften und elf Pokaltriumphe holte die Angreiferin mit ihrem Team, in diesem Sommer verlässt sie den Club gen Dortmund, um mit ihrem Herzensverein seit Kindertagen in der Regionalliga zu spielen. Das Pokalfinale in Köln war der letzte große Auftritt der »lebenden Legende des VfL«, wie Torhüterin Stina Johannes sie unter der Woche nannte.
Ergebnis: Der FC Bayern München hat sich nach der Deutschen Meisterschaft 2026 auch den DFB-Pokal gesichert. Im Finale gegen den VfL Wolfsburg setzten sich die Münchnerinnen 4:0 (1:0) durch.
Erste Hälfte: Viel Einsatz, aber wenig Risiko. So begann das Pokalfinale in Köln. Den ersten Aufreger gab es in der 20. Minute: Nationalspielerin Klara Bühl flankte mit viel Gefühl Richtung Fünfmeterraum, wo Torjägerin Pernille Harder relativ frei zum Kopfball kam, aber knapp rechts vorbei zielte. Von Wolfsburg kam offensiv außer einem Distanzschuss von Lena Lattwein nichts (35. Minute). Als die Partie der Halbzeitpause entgegenplätscherte, sorgte ein langes Bein der Wolfsburgerin Lineth Beerensteyn im eigenen Strafraum für Ungemach. Nach VAR-Einsatz entschied Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer auf Strafstoß. Georgia Stanway ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und jagte den Ball ins linke Eck (45.+2).
Köln ist das bessere Berlin: Es gehörte zu den besten Entscheidungen des DFB in den vergangenen Jahrzehnten, das Pokalfinale der Frauen nicht mehr als Vor- und Randprogramm des Männer-Finales in Berlin zu veranstalten. Seit 2010 haben die deutschen Fußballerinnen in Köln den Platz für ihr Finale gefunden. Wie auch in den vergangenen Jahren bot das Stadion mit 45.000 Fans eine wunderbare und würdige Kulisse für das Duell der beiden besten Teams des Landes. Gute Nachricht: Im vergangenen Jahr wurde der Vertrag verlängert, das Pokalfinale bleibt bis mindestens 2030 in Köln.