Kabinenpersonal der Lufthansa will am Freitag streiken

Das Kabinenpersonal der Lufthansa ist für diesen Freitag zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand ist von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr vorgesehen, wie die Gewerkschaft UFO mitteilte .

»Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München«, hieß es. Das sind die Drehkreuze der Lufthansa, zahlreichen Fluggästen drohen damit Flugausfälle. Bestreikt werden außerdem »alle Abflüge der Lufthansa CityLine von den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover«, wie die Gewerkschaft ankündigte.

In einer Urabstimmung hatte Ende März die große Mehrheit der ⁠Befragten ⁠nach gescheiterten Gesprächen für Streik votiert.

»Osterfeiertage bewusst ausgenommen«

»Wir haben die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten. Dass es nun dennoch zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr aus den Ferien kommen kann, ist uns sehr bewusst, und wir bedauern das ausdrücklich«, heißt es in einer Stellungnahme des Ufo-Vorsitzenden Joachim Vázquez Bürger. Der Streik wäre aus seiner Sicht vermeidbar gewesen – »die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen«, sagte er.

Die Verhandlungen über verbesserte Arbeitsbedingungen betreffen rund 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Lufthansa. In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif und nach UFO-Angaben um eine fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr enden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.

UFO ‌und ​die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatten die Lufthansa bereits Mitte Februar am selben Tag bestreikt, was ​zu massiven Flugausfällen führte. ⁠Die Piloten machten Mitte März ​mit zwei Tagen Arbeitskampf erneut ​Druck – auch dieser Tarifkonflikt schwelt noch.

Lufthansa wirft der Pilotengewerkschaft vor, Streiktage als bezahlte Freistellung abgerechnet zu haben – und kündigt ihr fristlos eine zentrale Vereinbarung. Die Gewerkschaft nennt das »ungerechtfertigt und rechtlich nicht haltbar«. Lesen Sie hier  mehr zum aktuellen Tarifkonflikt.

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