Der Hype um ihn hat in Frankreich sogar einen Namen: »Wembymania«. Die neue Auszeichnung dürfte ihn weiter befeuern. Victor Wembanyama, 22, französischer Basketballstar der San Antonio Spurs, hat einen neuen Rekord aufgestellt – diesmal abseits des Spielfeldes. Am Montag wurde er mit dem Titel »bester Verteidiger Jahres« der NBA geehrt. Seit 1983 gibt es den Preis, Wembanyama ist der jüngste Spieler, der ihn je bekam – und der erste überhaupt, der einstimmig auserkoren wurde.
Wembanyama misst 2,24 Meter, seine Armspannweite beträgt 2,44 Meter – und trotzdem bewegt er sich mit einer Schnelligkeit, die Gegner wie Zuschauer gleichermaßen verblüfft. Diese ungewöhnliche Kombination aus Größe und Tempo wirkt geradezu außerirdisch und hat seinen Spitznamen inspiriert: Alien. Videos, in denen er mit seinen riesigen Händen dribbelt und mit seinen langen Beinen scheinbar mühelos den Korb verteidigt, haben ihm auf Instagram mehr als fünf Millionen Fans eingebracht. Angefangen hat er in einem kleinen Basketballclub in Nanterre, einem Vorort von Paris.
»Ich bin überglücklich!«, sagte er vor amerikanischen Fernsehsendern als Reaktion auf die Ehrung – und bewies dabei Teamgeist und gute Erziehung: Er stehe zwar im Rampenlicht, aber ohne seine Teamkollegen und Trainer hätte er den Titel nie gewonnen, sagte er artig.