Es fällt ihm sichtlich schwer, zeitweise muss der frühere Schwergewichtsweltmeister die Tränen zurückhalten: Anthony Joshua, 36, hat nach dem tödlichen Autounfall in Nigeria in einem emotionalen Video seiner verstorbenen Freunden gedacht. »Ich weiß, was ich zu tun habe«, sagte der Brite in dem auf YouTube veröffentlichten Video : »Ich werde das tun, was ihnen gegenüber richtig ist, das tun, was ihren Familien gegenüber richtig ist, und es geht darum, was wichtig ist.« Es sei »eigentlich tröstlich zu wissen, dass ich zwei Brüder auf der anderen Seite habe.«
Über seine weiteren Boxpläne machte er zwar keine konkreten Angaben, betonte jedoch, dass »die Mission weitergehen muss«. So sagte Joshua: »Es geht nicht um das Vermächtnis, es geht nur darum, das Richtige zu tun, und ich weiß, dass ich das Richtige für sie tun werde.« Er verstehe, was die beiden, die er als seine »Brüder« bezeichnete, »für ihre Familien tun wollten«, und es sei sein Ziel, »ihnen weiterhin dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen«.
Am 29. Dezember war Joshua als Beifahrer bei einem schweren Unfall mit leichten Verletzungen davongekommen, während seine langjährigen Weggefährten Latif Ayodele und Sina Ghami noch an der Unfallstelle starben. Ghami war Joshuas langjähriger Kraft- und Konditionstrainer, Ayodele sein persönlicher Coach. Danach war darüber spekuliert worden, ob Joshua seine Karriere beendet. Zuletzt kehrte er jedoch ins Training zurück.
Der in London geborene Boxer hat familiäre Wurzeln im Südwesten Nigerias und besucht die Region regelmäßig. Joshua hatte 2017 den früheren Weltmeister Wladimir Klitschko besiegt und war mehrere Jahre Titelträger im Schwergewicht. Zuletzt stand er für einen Showkampf gegen Influencer Jake Paul im Ring, der ihm mindestens 30 Millionen US-Dollar eingebracht haben soll.