Die Coronapandemie stürzte Kinos in die Krise. Die Lage scheint sich nun aber zu stabilisieren. Deutsche Kinos haben 2025 Angaben von Branchenverbänden zufolge etwas mehr Tickets verkauft als im Vorjahr.
Insgesamt wurden 2025 laut vorläufigen Zahlen 89,2 Millionen Karten gelöst, teilen der Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF Kino) und der Verband Allscreens unter Berufung auf einen Branchenanalysedienst mit. Im Vergleich zu 2024 habe es einen Besuchsanstieg von 2,2 Prozent gegeben. Der Gesamtumsatz liege bei knapp 900 Millionen Euro, heißt es weiter. Von rund tausend gestarteten Filmen hätten 18 die Marke von einer Million Besucher geknackt.
Mit seiner Westernkomödie »Das Kanu des Manitu« landete Michael »Bully» Herbig den Angaben zufolge den bestbesuchten Kinofilm des Jahres. Rund fünf Millionen Menschen sahen den Film deutschlandweit, wie die Filmförderungsanstalt (FFA) unter Berufung auf einen Branchendienst Ende 2025 berichtete.
Dahinter folgten laut Hauptverband Deutscher Filmtheater:
»Ein Minecraft Film« ,
»Lilo & Stitch«,
»Zoomania 2«
und »Avatar: Fire and Ash« .
»2025 war ein solides Jahr für die deutschen Kinos«, sagte Christine Berg, Vorstandschefin des HDF Kino. Vielfältige Filme, besonders aus Deutschland, hätten das Publikum begeistert. »Damit wir dieses Potenzial weiter entfalten können, braucht es jedoch weiterhin politische Rückendeckung in Form einer verlässlichen Investitionsförderung.«
Die Verbände berufen sich auf Daten des Branchenanalysediensts. Die offiziellen Kinozahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Die FFA hatte Ende 2025 erklärt, für das Jahr rechne man mit voraussichtlich 90 bis 95 Millionen verkauften Tickets. »Zwar werden wir nicht an die Besuchszahlen von 2023 herankommen, aber wir haben alle Chancen, dass 2025 das zweitbeste Kinojahr seit der Pandemie wird«, sagte FFA-Vorstand Peter Dinges.