Ich hoffe, Sie haben letzte Nacht gut geschlafen. Oder wurden Sie im Traum ermordet, kämpften gegen Zombies, Monsterspinnen oder Riesenschlangen?
Dann gehören Sie vielleicht zu den bis zu fünf Prozent der Erwachsenen, die mindestens einmal pro Woche von Albträumen heimgesucht werden.
Die nächtlichen Erscheinungen galten in der Antike als Warnungen der Götter vor drohendem Unheil. Im Mittelalter verbreitete sich die Idee, ein dämonisches Nachtwesen – »der Alb« – setze sich nachts auf die Brust von Schlafenden, raube ihnen den Atem und pflanze grausame Bilder in den Schädel. Pioniere der Seelenkunde wie Sigmund Freud oder Carl Gustav Jung interpretierten Träume Anfang des 20. Jahrhunderts schließlich als Botschaften aus dem Unbewussten.
Womöglich sind Albträume nicht nur gruselig, sondern auch gesundheitsschädlich. Einige Forschende bringen sie »mit einem erhöhten Risiko für Depressionen, Herzkreislauferkrankungen und Demenz in Zusammenhang«, schreibt mein Kollege Olaf Stampf.
Die gute Nachricht: Die nächtlichen Plagen lassen sich besiegen. Vom Mannheimer Schlafforscher Michael Schredl hat Olaf sich eine Strategie erläutern lassen, mit der Betroffene ihre Albträume leicht loswerden können.
Wie das gelingt, können Sie hier nachlesen.
Herzlich,
Ihre Julia Koch
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Foto: Archiv Gerstenberg / ullstein bild / picture allianceDas Ohr aus einem 3D-Drucker an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich kommt seinem natürlichen Vorbild schon ziemlich nahe. Es soll menschliche Ohrmuscheln ersetzen, nach Unfällen oder wenn sie von Geburt an fehlgebildet sind. Noch ist es nicht so weit. Das gedruckte Ersatzteil muss im Brutkasten ausreifen und dann dauerhaft stabil und zugleich elastisch bleiben. Laut den Forschenden klappt das erst für rund sechs Wochen. Doch das Team ist optimistisch. In etwa fünf Jahren sollen klinische Studien beginnen.
Foto: Philipp Fisch / ETH Zürich