WHO bestätigt fünf Fälle von Hantavirus-Infektionen

Nach dem Hantavirus-Ausbruch bei einer Kreuzfahrt hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen fünf von acht Verdachtsfällen als offizielle Hantavirus-Fälle  bestätigt. Bei den übrigen drei handelt es sich demnach weiter um Verdachtsfälle, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus während einer Pressekonferenz sagte. Von den fünf bestätigten Fällen sind bereits drei Infizierte tot.

Ausgehend von der Inkubationszeit des Andes-Typs des Virus von bis zu sechs Wochen, sei es möglich, dass noch weitere bestätigte Fälle hinzukommen könnten. Obwohl es sich bei dem Ausbruch um einen ernsthaften Vorfall handle, stufe die WHO das Gesundheitsrisiko für die Öffentlichkeit als gering ein, sagte der WHO-Chef weiter.

»Nicht der Beginn einer Pandemie«

»Das ist nicht der Beginn einer Epidemie. Das ist nicht der Beginn einer Pandemie«, sagte WHO-Epidemiespezialistin Maria Van Kerkhove. »Das ist kein Covid«, fügte sie mit Blick auf das Coronavirus Sars-CoV-2 hinzu, nach dessen rasanter Ausbreitung die WHO 2020 eine Pandemie ausgerufen hatte.

Weiter hieß es von der WHO, man gehe von einem begrenzten Ausbruch aus, solange die Maßnahmen zum Infektionsschutz eingehalten würden und sich die Länder solidarisch zeigten.

Das unter niederländischer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff mit knapp 150 Menschen an Bord ist nun auf dem Weg nach Teneriffa, wo es am Wochenende im Hafen von Granadilla im Süden der Insel ankommen soll. Es lag tagelang vor Kap Verde vor Anker, nachdem Anfang der Woche deutlich wurde, dass es vom Hantavirus betroffen ist.

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