Ein geplatzter Reifen hat den schweren Verkehrsunfall ausgelöst, bei dem der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua, 36, am Montag in Nigeria verletzt wurde und zwei Menschen ums Leben kamen. Wie die Verkehrssicherheitsbehörde Trace mitteilte, sei der Vorderreifen des SUV bei überhöhter Geschwindigkeit auf der Beifahrerseite geplatzt. Der Fahrer habe daraufhin die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und es sei mit hoher Wucht gegen einen geparkten Lastwagen geprallt.
»Die vorläufige Untersuchung zeigt eindeutig, dass der SUV, in dem Anthony Joshua unterwegs war, mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren ist«, sagte Trace-Sprecher Babatunde Akinbiyi der Nachrichtenagentur AFP. Der Unfall ereignete sich am Montagmorgen auf der Schnellstraße zwischen Lagos und Ibadan im Bundesstaat Ogun.
Joshua überlebte den Unfall und wurde in ein Krankenhaus in Lagos gebracht. Zwei seiner engen Vertrauten, Sina Ghami und Latif Ayodele, starben laut Polizei noch am Unfallort. In sozialen Medien kursierende Aufnahmen zeigen den Briten mit schmerzverzerrtem Gesicht beim Verlassen des Fahrzeugs.
Der in London geborene Boxer hat familiäre Wurzeln im Südwesten Nigerias und besucht die Region regelmäßig. Joshua hatte 2017 den früheren Weltmeister Wladimir Klitschko besiegt und war mehrere Jahre Titelträger im Schwergewicht. Zuletzt stand er für einen Showkampf gegen Influencer Jake Paul im Ring, der ihm mindestens 30 Millionen US-Dollar eingebracht haben soll.
Menschen versammeln sich an der Unfallstelle
Foto: Federal Road Safety Corps / AP / dpa