Simone Biles hat offenbar auch dann keine Langeweile, wenn sie nicht gerade Goldmedaillen sammelt. Die US-Amerikanerin, eine der berühmtesten Turnerinnen der Welt , war nun an der Seitenlinie der NFL unterwegs – nicht als Showgast, sondern mit offizieller Fotoakkreditierung. Beim 42:38-Sieg der San Francisco 49ers gegen die Chicago Bears hielt sie das Geschehen durch die Linse fest. Eines ihrer Lieblingsmotive: ihr Ehemann Jonathan Owen, der als Profi bei den Chicago Bears spielt.
Ihr Bezug zum Football ist damit persönlich: Biles ist seit 2023 mit dem Bears-Safety Owens verheiratet; kennengelernt hat sich das Paar 2020 über eine exklusive Dating-App. Owens behauptete später, er habe anfangs nicht gewusst, dass Biles ein Turn-Superstar ist – und bezeichnete sich in einem Interview als den »Catch« der Beziehung, was ihm in den USA Kritik einbrachte.
Biles begleitet Owens häufig zu Auswärtsspielen, bislang meist als prominente Zuschauerin. Nun wurde aus der Besucherin auf der Tribüne eine Fotografin im Arbeitsmodus, inklusive Akkreditierung und Weste.
Ganz uneigennützig wirkt der Auftritt allerdings nicht: Die NFL setzt seit Jahren gezielt auf prominente Gesichter, um Reichweite und Markenbindung zu steigern; kürzlich durfte auch Turnstar Sunisa Lee bei einem Spiel der Minnesota Vikings zur Kamera greifen.
Aber wer weiß, vielleicht interessiert sich Biles ja auch aufrichtig für Fotografie. Dann würde sie in die Tradition sportlicher Ikonen wie Baseballlegende Ken Griffey Jr. oder Pitcher Randy Johnson treten, die mit Kameras gut umgehen konnten. So war Baseballlegende Ken Griffey Jr. bereits als Fotograf bei großen Golfturnieren im Einsatz und Ex-Pitcher Randy Johnson veröffentlichte Bildserien über Wildtiere in Afrika.
Biles (rechts) mit ihrem Ehemann Owens
Foto:Eakin Howard / AP / dpa