Leverkusen-Trainer Hjulmand kritisiert indirekt Donald Trump

Kasper Hjulmand, dänischer Trainer des Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen, hat Donald Trump und dessen Grönlandpläne kritisiert. In einem Posting beim Berufsnetzwerk »LinkedIn«  erwähnte er zwar nicht den Namen des US-Präsidenten, zielte aber deutlich auf den 79-Jährigen ab.

Für einige Staats- und Regierungschefs der Welt seien Wissen, internationale Strukturen, Dialog und Respekt vor kulturellen Unterschieden der Feind, schrieb Hjulmand in dem Posting: »Für Menschen wie sie ist die Welt ein Jagdrevier.«

Er wünsche sich »mehr Menschlichkeit, Empathie und Liebe. Mehr Wissen und Verständnis. Mehr Zuhören«, und endete damit, dass seine Gedanken »dem wunderbaren grönländischen Volk« gälten.

Durch diesen Grönland-Bezug ließ Hjulmand keinen Zweifel daran, welcher Regierungschef sich angesprochen fühlen soll. Trump hatte Grönland zuletzt mehrfach als strategisch wichtig bezeichnet, er drohte mit einer möglichen Annexion. Dabei wurde ein Militäreinsatz der USA vom Weißen Haus explizit nicht ausgeschlossen.

Grönland gehört zum Königreich und Nato-Mitglied Dänemark, ist aber politisch weitgehend autonom. Hjulmand hat zudem einen persönlichen Bezug zur Insel: Er ist mit der grönländischen Politikerin Maliina Abelsen liiert.

Im September war Hjulmand Trainer in Leverkusen geworden, er beerbte den Niederländer Erik ten Hag, der nach nur zwei Spieltagen gehen musste. Vor seinem Job in Leverkusen war Hjulmand vier Jahre Nationaltrainer Dänemarks gewesen.

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