Dressur-Olympiasiegerin von Bredow-Werndl trauert um Pferd Diallo

Die viermalige Dressur-Olympiasiegerin Jessica von Bredow-Werndl trauert um ihr Pferd Diallo. Wie die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mitteilte, war der elfjährige Wallach am Montag in eine Tierklinik in München gebracht worden und starb dort einen Tag später. Diallo galt mit Bredow-Werndl als mögliche WM-Hoffnung für das Turnier in Aachen im August.

»Noch am Wochenende haben wir gemeinsam getanzt, es hat sich alles so leicht angefühlt«, schrieb die 39-jährige Reiterin auf Instagram. »Und dann kam diese Krankheit wie ein Sturm, lautlos, gnadenlos und unaufhaltsam, hat sich in Stunden durch deinen Körper gefressen und mir das Herz aus der Brust gerissen.«

Als mögliche Todesursache gilt ein Bornavirus, die Untersuchungen laufen laut von Bredow-Werndl noch. Bornaviren sind RNA-Viren, die bei Pferden Gehirn- und Rückenmarksentzündungen verursachen, die meist tödlich verlaufen.

Diallo galt als sportlicher Nachfolger von Bredow-Werndls Erfolgspferd Dalera, mit dem sie vier olympische Goldmedaillen gewonnen hat.

Von Bredow-Werndl übernahm den Wallach im vergangenen Jahr, mit dem Pferd tastete sie sich langsam an große internationale Turniere heran. 2025 siegte das Paar bei Turnieren in Hagen, München, Wiener Neustadt und bei der Weltcupstation im November in Stuttgart. Beim Festhallenturnier in Frankfurt kurz vor Weihnachten hatte Diallo einen Preis für vielversprechende Nachwuchspferde erhalten.

Damals sagte Jessica von Bredow-Werndl über ihr Pferd: »Ich bin ganz verliebt in ihn. Er ist im Stall ein Clown und beim Reiten gibt er mir jeden Tag das Gefühl, Freude daran zu haben, Neues zu lernen«, wie in einer Mitteilung der FN zu lesen war.

»Ich bin sehr traurig, dass wir ein Pferd mit sehr guter internationaler Perspektive verloren haben«, sagte Bundestrainerin Monica Theodorescu.

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