Der Mexikaner Sergio Pérez hat vor seiner geplanten Rückkehr in die Formel 1 kritisch auf seine Zeit an der Seite von Max Verstappen bei Red Bull Racing zurückgeblickt. Er habe dort »den schlimmsten Job in der Formel 1« gehabt, sagte der 36-Jährige im Podcast »Cracks« seines Landsmanns Oswaldo Trava, der am Sonntag auf YouTube erschienen ist.
»Bei Red Bull war alles immer ein Problem: Wenn ich schneller war als Max, war es ein Problem, weil es ein angespanntes Umfeld schuf. Und wenn ich langsamer war, war es auch ein Problem«, sagte Pérez. Das Projekt bei Red Bull Racing sei klar auf Verstappen ausgerichtet gewesen. Schon bei seinem ersten Gespräch mit dem langjährigen Teamchef Christian Horner habe dieser gesagt: »Hör zu, wir fahren mit zwei Autos, weil wir mit zwei Autos fahren müssen – aber dieses Projekt wurde für Max ins Leben gerufen. Max ist unser Talent«, behauptete Pérez.
Trotz aller Spannungen sehe er seine Zeit dort rückblickend positiv: »Als das bei Red Bull passierte, war ich natürlich traurig, aber tief im Inneren wusste ich, dass es das Beste war, was mir passieren konnte«, sagte Pérez.
Der Mexikaner fuhr von 2021 bis Ende 2024 für das österreichische Team. 2023 wurde er Vizeweltmeister, im Jahr darauf rutschte er in der Fahrerwertung auf Rang acht ab und verlor sein Cockpit. »Wir hatten das Team, um die Formel 1 für die nächsten zehn Jahre zu dominieren, leider ist das zerstört worden«, sagte Pérez.
Auch Horner musste 2025 nach 20 Jahren als Teamchef gehen, mitten in der Saison (die Gründe dafür lesen Sie hier ). Das Cockpit neben Ausnahmetalent Verstappen entwickelte sich im Anschluss zum Schleudersitz der Formel 1. In der kommenden Saison nimmt es Isack Hadjar ein, der in seiner ersten Saison beim Schwesterrennstall Racing Bulls gefahren war.
Pérez wird 2026 für das neue Cadillac‑Team an den Start gehen. Teamkollege wird Finne Valtteri Bottas.