Seltene Geburt bei Berggorillas

Es gibt Nachwuchs im Virunga-Nationalpark. Ein Berggorillaweibchen hat dort, im Osten der Demokratischen Republik Kongo, zwei männliche Tiere zur Welt gebracht – Zwillinge, um genau zu sein.

Tierschützer entdeckten die junge Familie am Samstag, teilte  die Parkverwaltung mit. Nach ersten Erkenntnissen sind alle gesund – die Babys ebenso wie die 22-jährige Mutter. Der Park schreibt von einem »bedeutenden Ereignis« für die vom Aussterben bedrohte Unterart. Die Tiere wurden in die Bageni-Familie hineingeboren.

Insgesamt gibt es heute etwa 1000 gefährdete Berggorillas. Sie leben in Uganda und Ruanda, und viele im und um das Gebiet des Virunga-Nationalparks. Dieser wurde vor rund 100 Jahren zu ebendiesem Zweck eingerichtet – um die Tiere zu schützen. Inzwischen operieren dort jedoch nicht nur Wilderer, sondern auch bewaffnete Gruppen – in Kongo kommt es immer wieder zu Kämpfen –, was die Umgebung unsicher macht.

Umso erfreulicher ist die Geburt von gleich zwei Affenjungen. Und tatsächlich kommen Zwillingsgeburten bei Menschenaffen nur sehr selten vor, laut Parkverwaltung nur bei einem Prozent aller Geburten.

Mafukos Biografie lässt daran auf den ersten Blick zweifeln. Das Tier bekam bereits 2016 Zwillinge, die jedoch schon in der ersten Woche starben. Zum Schutz des Nachwuchses ergriff die Parkverwaltung zusätzliche Überwachungs- und Schutzmaßnahmen.

Hoffnung gibt auch die Bilanz der vergangenen zehn Jahre: Dank Patrouillen und Gemeinschaftsprogrammen stieg die Zahl der Berggorillas im Virunga-Nationalpark langsam an.

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