»Michael« ohne Janet

Fast zwei Jahrzehnte nach seinem Tod erscheint ein Film über das Leben des King of Pop, Michael Jackson. Die Hauptrolle spielt sein Neffe Jaafar. Der von vielen Fans heiß ersehnte Film »Michael«, dessen Start mehrfach verschoben wurde, erzählt von der Kindheit Jacksons bis zur »Bad«-Tour in den Achtzigerjahren. Regisseur Fuqua sagte, es sei ihm »sehr wichtig« gewesen, die Familie Jackson in den Film einzubeziehen. »Wenn man das Leben eines Menschen erzählt, möchte man sichergehen, dass dieser damit zufrieden ist«, sagte er.

Michael Jacksons Sohn Prince Jackson fungiert als Produzent. Seine anderen Kinder, Bigi und Paris, sind nicht am Projekt beteiligt. Paris kritisierte den Film öffentlich dafür, dass er »viele Ungenauigkeiten« und »viele regelrechte Lügen« enthalte. Ein weiteres Mitglied der Jackson-Familie blieb den Dreharbeiten ebenfalls fern. Michael Jacksons Schwester Janet Jackson. Auf die Frage, warum sie nicht im Film vorkommt, sagte Jacksons andere Schwester LaToya bei der Premiere zu »Variety« : »Ich wünschte, alle wären in dem Film zu sehen. Sie wurde gefragt und hat freundlich abgelehnt, also muss man ihren Wunsch respektieren.«

Regisseur Fuqua sagte zu Janet Jacksons angeblicher Distanzierung: »Ich habe so viel Respekt und Zuneigung für Janet, aber es ist in Ordnung. Sie steht Jaafar zur Seite, und darauf kommt es an.«

Janet Jackson selbst äußerte sich nicht. Anders als Michael Jacksons Tochter Paris. Auf Instagram erklärte Paris Jackson, bei dem Biopic nicht involviert zu sein, weil der Film sich an einen ganz bestimmten Teil der Fangemeinde ihres Vaters richte, der immer noch in der Fantasiewelt lebe.

Bei großen Biopics wie auch »Bohemian Rhapsody« über Queen-Sänger Freddie Mercury sei das Problem: Hollywood. Es sei ein Fantasieland und nicht real, doch der Filmstoff werde als real verkauft, so Paris Jackson. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Rezension  zum Film.

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